Food Design in Corona times

Ein Vitamin C – Star vor deiner Haustür 

Mach dich auf die Suche nach dem winzigen glitzernden Stern von Stellaria media!

Die Vogelmiere – eine kleine ´Wunderpflanze – zählt zu den häufigsten Wildkräutern in unseren Breiten, ihre Inhaltsstoffe machen Sie zu einem (leider oft übersehenen) Heilkraut mit reinigender und antiviraler(!) Wirkung auf den ganzen Körper.

Quelle: http://www.kraeuter-buch.de

Merkmale:

Das Kraut breitet sich kriechend, teppichartig aus. Die Blüte ist ein winziger, nur wenige mm kleiner, glitzernder, weißer Stern. Der Stängel ist dünn, weich und rund, er weist eine Haarleiste auf, also eine Reihe mit Härchen, die sogenannte Haarlinie, worüber die Pflanze zusätzlich Wasser aufnehmen kann. Die etwa 3 cm großen Blätter sind oval und spitz.

Regionalere und saisonalere Vitaminversorgung geht einfach nicht!

Die Vogelmiere vor deiner Haustür enthält etwa 10mal so viele Nährstoffe wie ein Kopfsalat. Sie ist reich an Vitamin C und Mineralstoffen (vor allem Eisen, aber auch Kalzium, Kalium und Magnesium).

Boost für Dein Immunsystem frei Haus

Der Reichtum ihrer Inhaltsstoffe geht über Vitamine und Mineralstoffe hinaus. So hat sie auch viele andere wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe (z. B. Flavonoide) zu bieten.

Bereits Hildegard von Bingen hat die Vogelmiere zur Stärkung des Immunsystems empfohlen und Pfarrer Sebastian Kneipp empfahl dieses Kraut bei Lungenleiden, er nennt es ein Lungenkraut, da es wegen der enthaltenen Saponine auch hustenstillend und schleimlösend wirkt.

Vogelmiere-Tee: einfach mit kochendem Wasser aufgießen und 15 min. ziehen lassen

Kost-bare Natur

Die Vogelmiere schmeckt gut, mild und würzig, sie erinnert etwas an Erbsen, Mais und Minze.

Da sie besonders zart und weich ist, passt sie deshalb auch in fast jeden Salat, auch aufs Butterbrot bietet sie eine gelungene, gesunde Abwechslung. Des Weiteren lässt sie sich wie Spinat zubereiten.

Rezeptidee: Grüne Palatschinken

100g Vogelmiere blanchieren und pürieren. Das Vogelmierepüree in den Palatschinkenteig unterrühren. Palatschinken wie gewohnt zubereiten und pikant füllen.

Quelle: Sigrid Hagen, Von der Wiese in den Kochtopf, Mostviertel Verlag, 2019

Delikatesse – ´Heanadarm´

Nicht nur wir Menschen lassen uns Vogelmiere schmecken, Vögel sind ganz verrückt nach der Miere, woher wohl ihr Name rührt. Vor allem Hühner streiten regelrecht um das Kraut, das unter ihresgleichen als Delikatesse gilt, daher haben sich im Laufe der Zeit auch alternative Namen wie Hühnermiere oder Hühnerbiß gebildet.

Wenn man den Stängel mit den Fingernägeln sanft auseinanderzieht, wird ein flexibles Mark in Form eines dünnen Fadens sichtbar, daher kommt wohl auch ein weiterer volkstümlicher Ausdruck – Hühnerdarm, im Mostviertel ´Heanadarm´ –  für diese Pflanze. Im Englischen kennt man den Namen Chickenweed.

Digitale Hilfe

Hinweis: Falls ihr nicht sicher seid, ob es sich wirklich um die gesuchte Pflanze handelt bzw. falls ihr gerne mehrere Pflanzen kennen lernen möchtet, empfiehlt sich die App PlantSnap (einige Pflanzen täglich sind gratis). 

Wander-Tipp:

Wenn man die Vogelmiere auf Wanderungen sieht, sollte man darauf achten, ob die Blüten geöffnet sind: Sind die offen, bleibt das Wetter für mindestens 4 Stunden noch schön, denn die Vogelmiere schließt bei nahendem Regen ihre kleinen weißen Blüten, bevor das Innere nass wird.

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